Unbedingt lesen

Warum noch ein Food-Blog auf dieser Welt ??

  • Weil ich einfach Lust dazu habe, meine Aktivitäten und mich zu präsentieren (ich geb´s einfach mal zu).
  • Weil ich schon einen Nähblog habe und inzwischen weiß, wie es geht.
  • Weil bloggen offensichtlich ein bisschen süchtig macht.
  • Weil ich gerne esse und mein Geschmack sehr pingelig ist.
  • Weil ich genau deshalb koche, mal mit großem Aufwand und manchmal Fastfood.
  • Weil ich lieber Rezepte lese, als Romane.
  • Weil ich gerne über Essen spreche.
  • Weil ich experimentierfreudig bin.
  • Weil ich fast zwanghaft alles fotografiere, was vor mir ist.
  • Weil ich schon so viele Fotos von meiner persönlichen Kocherei habe.
  • Weil ich in einer Art Tagebuch später mal über mein Essen lesen möchte.
  • Weil ich natürlich ein bisschen verrückt bin, mir noch mehr Zeit wegzunehmen.
  • Weil ich Rentnerin bin und viel Zeit habe (hahaha).
Hier im Internet heiße ich Agathe und wohne seit fast 19 Jahren in Falkensee. Kochen ist jetzt nicht unbedingt mein allerliebstes Hobby, aber da ich zu Hause keinen Koch habe, der mir die tollen Sachen kocht, auf die ich oft Lust habe, bin ich einfach gezwungen selber zu kochen, um mich und meinen Magen zufrieden zu stellen.
Angefangen hat es damit, dass ich mich grundsätzlich weigerte, überhaupt einen Kochtopf anzufassen - ja, ich bin schon etwas älter und habe die Frauenbewegung bewusst und aktiv erlebt. Ich erinnere mich intensiv an erste Koch-Versuche, die ich unternehmen musste, um nicht zu verhungern. Da war ich gerade von den Eltern in eine eigene kleine Studentenwohnung gezogen, immerhin mit Kochherd und hatte die ewigen Schnittchen irgendwann über. Natürlich ging ich davon aus, dass ich das, was Millionen von Frauen, die noch nicht mal "frauentechnisch" gut drauf waren, genauso gut kann, nämlich Essen kochen!!! Diese Aktion endete damit, dass ich den Topf mitsamt der schwarzen Kohle, die sich mit demselben verbunden hatte, in den Mülleimer werfen musste. Und der Geruch hing noch lange im gesamten Mietshaus - es waren vorher Erbsen!
Später teilte ich mit einem anderen Studenten eine andere Wohnung und kochte immer noch nicht. Dieser andere Student war von seiner Mutter bisher ausgesprochen gut versorgt worden und hatte natürlich entsprechende Vorstellungen. Das Ende von diesem Lied war, dass er abends verzweifelt bei seiner Mutter anrief und sich erklären ließ, wie er das kochen sollte, worauf er gerade hungrig Lust hatte. Er lernte im Laufe der Zeit richtig gut kochen.
Zusammen mit diesem Studenten zog ich in eine WG (Wohngemeinschaft), die jetzt nicht so dreckig und chaotisch war, wie sich das damals alle Spießer vorstellten, sondern wohlgeordnet und strukturiert, wir waren eben schon etwas älter geworden. Wir mochten uns alle und haben recht harmonisch zusammen gelebt und oft gemeinsam gegessen. Da musste natürlich auch gekocht werden und da die andere Mitbewohnerin (an der die Frauenbewegung unbemerkt vorbei geglitten ist) ausgesprochen gut mit Haushalt, Küche und Herd umgehen konnte, hat ihre unkomplizierte Art bei mir für einen großen Persönlichkeitsschub gesorgt!

Jetzt fällt mir gerade ein, dass ich eigentlich keinen Roman über mein Leben schreiben wollte, aber ganz kurz noch, in meinen 30er Jahren beschäftigte ich mich dann bewusst und intensiv mit dem Thema Kochen. Ich entdeckte eine bekannte Zeitschrift mit modernen, interessanten Rezepten und mit hilfreichen, ausführlichen Darstellungen. wie man zu einem guten Ergebnis kommt. Und seitdem läuft es. Ich erinnere mich an eine einzige Entgleisung, ein Hähnchen mit Sauerkirschen. Ansonsten bin ich koch-technisch relativ zufrieden mit mir. 

Und das hier ist einfach nur so eine Art Tagebuch über mein Essen und die dazugehörige Kocherei.

Ach ja, heutzutage ein wichtiges Bekenntnis: ich bin KEINE Vegetarierin, aber ich esse oft und gerne auch ohne Fleisch.  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über jeden Kommentar